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Löwenzahn und seine wenig bekannte Wirkung

Loewenzahn

Von wegen Pusteblume. Die anregende Wirkung des Löwenzahns auf unseren Körper ist allseits bekannt. Weniger bekannt ist seine Wirkung für unsere Seele.

Anregende Wirkung für den Körper

Die Heilwirkung des Löwenzahns dürfte mittlerweile schon allseits bekannt sein. Dazu zählen seine starke Anregung auf Leber und Galle, Verdauung, Harnfluss, Haut und Schleimhäute, sowie seine antiinfektiösen und immunstärkenden Eigenschaften. Jetzt wahrscheinlich besonders wichtig: Löwenzahn hilft auch gegen Frühjahrsmüdigkeit.

Löwenzahn - Der Entrümpler für die Seele

Aber Löwenzahn regt nicht nur den Körper an, sondern bringt auch den Geist wieder in Fluss. Er hilft unbekannte Potenziale und Begabungen nach außen zu bringen. Er macht es leichter, uns vom Ernst des Lebens ein bisschen abzugrenzen. Frustrationen, Enttäuschungen oder angestaute Wut können weichen und "abfließen".

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Pusten und beobachten, wo die schlanken Samen mit den Fallschirmchen hinfliegen. Hast du das als Kind auch gerne gemacht? Es zaubert ein Lächeln auf die Lippen. Durch die kraftvolle Wirkung des Löwenzahns wird alles wieder leichter und wir können Hindernisse überwinden. Kurz gesagt: Er bringt uns dazu, wieder Spaß im Leben zu haben. Und das nicht nur, wenn man dran pustet.

Löwenzahn - Bitteres gegen die Bitterkeit

Löwenzahn schmeckt ziemlich bitter. Eine alte nordamerikanische Indianerweisheit besagt: Die Bitterkeit in uns entsteht durch verborgene - ungeweinte - Tränen. Frei nach dem Prinzip "Gleiches mit Gleichem heilen" besitzt die Bitterkeit im Löwenzahn die Kraft, die Bitterkeit in uns zu lösen. Er unterstützt dabei, die geschluckten Emotionen und die Bitterkeit im Herzen zu heilen.

Wie kann Löwenzahn verwendet werden?

Die Verwendung von Löwenzahn ist vielfältig. Bekannt ist der Löwenzahn-Salat aus den vorwiegend jungen Blättern. Aber auch Suppen, Tee oder Sirup sind möglich.

6 geheime Anwendungen / Rezepte mit Löwenzahn

Loewenzahn Wirkung

1. Pusteblumen-Tee

Die Zutaten:

  • 1 Eßlöffel Löwenzahnsamen mit Fallschirm
  • kochendes Wasser

Die Zubereitung:

Übergieße die Samen einfach mit kochendem Wasser. 10 Minuten ziehen lassen und genießen.


Die Wirkung:

Abends zu dir genommen, ist der Pusteblumen-Tee angenehm ausgleichend. Gibst du noch zusätzlich Blüten dazu, kannst du die Wirkung auf Gehirn und Nerven verstärken. Durch das enthaltene Lecithin und Cholin hat dieser Tee günstige Einflüsse auf Konzentration und Gedächtnis.


 

2. Blütenhonig mit braunem Zucker

Die Zutaten:

  • 2 Biozitronen
  • 1 Liter Wasser
  • 4 gute handvoll Blüten (am Besten am Morgen gesammelt, wenn die Blüten noch nicht ganz offen sind)
  • 1 Kilo brauner Zucker (Bioqualität)

Die Zubereitung:

  • Zitronen abreiben und mit den Blüten 8 Minuten kochen lassen.
  • Abseihen und mit Zitronensaft und Zucker unter Rühren auf kleiner Flamme einkochen lassen (Achtung-kocht leicht über-also unbedingt unter Aufsicht köcheln lassen).
  • Hat er die gewünschte Konsistenz in Gläser heiß abfüllen.

Die Verwendung:

Zum Süßen für Tees, Kräuterbowlen, Müsli oder auf's Butterbrot streichen.


Die Wirkung:

Der Honig bringt die Herzenswärme des Löwenzahns in den Körper. Man kann diesen Sirup auch mit Löwenzahnblättern zubereiten. Dann ist er ein wunderbares Hustenmittel.


 

3. Löwenzahnblätter als Suppengrün

Die Zutaten:

  • frische Löwenzahnblätter

Die Zubereitung:

Einfach klein schneiden und kurz vor dem Servieren mit einer kräftigen Rind-, Hühner- oder Gemüsesuppe übergießen.


Die Wirkung:

Bringt Stärkung im Frühling. Bei Kranken Ruhe und Schlaf.


 

4. Löwenzahnsamen - als Würze

Auch die Löwenzahnsamen (ohne das Fallschirmchen) kannst du als Würze für Salate und Gemüsegerichte verwenden. Entweder: Samen trocknen und wie Kümmel verwenden. Oder: Frisch in einer heißen Pfanne rösten. Bon Appétit.


 

5. Eingelegte Löwenzahn-Blütenknospen

Die Zutaten:

  • 400 ml Apfelessig
  • 200 ml Wasser
  • ½ EL Salz
  • 1 TL brauner Zucker
  •  Chiliflocken nach Geschmack
  • 4 handvoll Löwenzahnknospen ohne Stängel
  • gutes Oliven- oder Sonnenblumenöl

Die Zubereitung:

  • Essig, Wasser, Salz, Wasser und Chili zugedeckt aufkochen, die Knospen portionsweise 2 Minuten darin ziehen lassen.
  • Danach die Knospen abseihen und mindestens 2 Stunden gut abtropfen lassen.
  • In kleine Schraubgläser geben und mit Öl bedecken.
  • Kühl gelagert sind die Knospen sehr lange haltbar.

Auf diese Weise kannst du dir den Frühling haltbar machen. Kleiner Tipp: Dieser Sud ist auch für andere Blütenknospen wunderbar geeignet.


 

6. Löwenzahn-Schnaps

Zutaten:

  • 1 große Löwenzahnwurzel
  • Korn oder Wodka
  • pro 200 ml Alkohol 2 Teelöffel Honig

Zubereitung:

Die Löwenzahnwurzel in eine Flasche geben und mit dem Alkohol übergießen, Honig dazugeben und mindestens 2 Monate ziehen lassen. Die Wurzel kann immer in der Flasch bleiben.

Wirkung:

Dieser Löwenzahnschnaps ist ein aphrodisierender Liebestrank. Das Rezept stammt von Regine Ebert aus "Kräuterkunde Rhein-Main und Kräuterschule Taunus".  Mehr über Kräuter und deren aphrodisierende Wirkung kannst du im Artikel "Aphrodisierende Kräuter - 5 Anwendungstipps" nachlesen.

Vom Löwenzahn zur Pusteblume. Der Löwenzahn ist ein Verwandlungskünstler mit Beständigkeit. Er löst die Bitterkeit in unserem Herzen und hilft, die Leichtigkeit zurückzugewinnen. Und obendrein: Egal, ob als Tee, Honig oder Würze - es schmeckt gut. Bestimmt gibt es noch eine Vielzahl weiterer Verwendungsmöglichkeiten. Was ist dein Löwenzahn-Lieblingsrezept?

Teile gerne deine Lieblingsrezepte mit uns auf facebook und lass dich inspirieren. 

Michael Kurath

Über den Autor

Michael Kurath, Kräuterfachmann
"Meine Großmutter war meine erste Lehrmeisterin, die mir das Wissen und die Wirkung der heimischen Kräuter näher brachte. Ich möchte dieses alte Wissen weitergeben und Menschen damit helfen."
 

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